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Hotels & Ferienwohnungen Unterkirnach

Hotels & Ferienwohnungen Unterkirnach / Villingen

Unterkirnach bei Villingen

Um 1150 besaßen die Herren von Roggenbach und von Kirneck das Waldgebiet zwischen Brigach, Kirnach und Schlegelbach. Es handelte sich um Dienstleute der Herzöge von Zähringen, die zur Erhöhung ihrer Hausmacht den territorialen Zusammenschluss ihrer Besitzungen anstrebten und als Zentren ihrer Machtausübung die Städte Freiburg sowie Villingen gründeten.

 

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gut Roggenbach im Jahr 1179 und die Burg Kirneck im Jahr 1285. 1244 erscheint zum ersten Mal der Ortsname Kirnach im Zusammenhang einer Frau namens “Adelheidis de Kurna”.

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Von Burg Kirneck sind heute nur noch Ruinen erhalten, während bei der Burg Roggenbach eine Freilichtbühne steht. Werner von Roggenbach schenkte 1179 seinen Besitz dem Zisterzienserkloster Tennenbach bei Emmendingen, das mit dem für Zisterzienser typischen Fleiß von einem Gutshof aus die Rodung und Erschließung des Tales in die Wege leitete. Der Besitz ging im Jahr 1506 an die vorderösterreichische Stadt Villingen über. Unterkirnach erlitt nun dasselbe Schicksal wie die große Nachbarstadt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden die schönsten Höfe eingeäschert, 1704 raubten die Franzosen die Kirchenglocken. Nach dem Ende der vorderösterreichischen Herrschaft wurde das Dorf von der Stadt getrennt und kam 1806 zum Großherzogtum Baden. Auf diese Weise erlangte Unterkirnach seine bis heute bewahrte Selbstständigkeit.

 

Wie in den Nachbarorten spielte auch hier die Uhrenindustrie eine entscheidende Rolle. Auf ihrem Hintergrund entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts die Orchestion-Industrie. Heute ist der Tourismus eine der wichtigen Erwerbsquellen der 1976 mit dem Prädikat “Luftkurort” ausgezeichneten Gemeinde.

 

Familien- und Kinderparadies

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Es klappert die Mühle...

Eine der schönsten Wassermühlen steht in Unterkirnach. Dort dient das Bauwerk insbesondere Urlaubern als Fotomotiv, doch auch Jungverliebte finden sich hier ein. Die Gemeindeverwaltung hat in der alten Mühle sogar ein Trauzimmer eingerichtet.

Schwarzwaldmühlen waren über Jahrhunderte eine bemerkenswerte Einrichtung. Mit der Naturgewalt des Wassers wurde ein großes, aus Holz gebautes Mühlrad in Gang gesetzt. Die entsprechende Übersetzung mit Holzzahnrädern brachte den Mühlstein, der das Korn zu Mehl mahlte, in Bewegung. Bevor die Elektrizität bekannt war, wurde auf fast jedem größeren Bauernhof eine Mühle eingerichtet. Diese Hofmühlen dienten in erster Linie der Selbstversorgung der Bauernhöfe. Damals schon war das Mehl ein unverzichtbares Nahrungsmittel. Das Abfallprodukt Kleie wurde für die Vieh- und Schweinemast benötigt.

 

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Neben den Hofmühlen gab es auch die Kundenmühlen, die gegen Bezahlung ihre Kunden mit Mehl belieferten. Das Klappern der Mühlen war schon von weitem zu hören. Wer kennt nicht das Schwarzwaldlied “Es klappert die Mühle am rauschenden Bach” oder “Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal”? Später, als die Elektrizität nach und nach auf die Höfe kam, wurden viele stillgelegt. Die heimelige Romantik ging verloren. Einige Mühlen wurden zweckentfremdet und zu Wochenendhäusern umfunktioniert. Wertvolle Einrichtungen wurden zu “unnützem Zeug” erklärt und vernichtet.

Ab und zu erinnert uns eine zerfallene Mühle an frühere Zeiten. Sehr spät kamen die Sünden der Vergangenheit ins Bewusstsein. Auf der Gemarkung Unterkirnach waren weit über 20 Mühlen in Betrieb, die heute still stellen. In der Erinnerung an diese Schwarzwälder Tradition hat die Gemeinde Unterkirnach zwischen 1995 bis 1997 die Kirnachmühle nach altem Muster, mit Wasserantrieb, gebaut. Im selben Gebäude wurde eine Backstube, in der zweimal in der Woche Holzofenbrot gebacken wird, eingerichtet.

 
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